Das Moartörl liegt am Rand der Seckauer Alpen abseits überlaufener Modetouren. Diese Schneeschuhwanderung führt zunächst zur Moaralm (im Winter nicht bewirtschaftet!). Weiter geht es über eine Almfläche und zuletzt etwas steiler zum Moartörl. Am Ziel werden wir mit einer sehr schönen Aussicht belohnt. Bis zur Alm besteht unter normalen Bedingungen keine Lawinengefahr. Der letzte Hang zum Törl ist oft überwechtet und lawinengefährlich. Das erfordert Umsicht bei der Anlage der Spur.

Wir starten vom gebührenpflichtigen Parkplatz bei der Bergerhube im hinteren Triebental. Im Talschluss ragen imposante Berge auf, wir ziehen aber das sanftere Gelände vor. Zunächst überqueren wir die freie Fläche in südöstlicher Richtung zu einer Hütte und wandern auf der Forststraße einem Bach entlang bis zu einer Kreuzung (ca. 400 m vom Parkplatz).

Wir folgen nun der links abzweigenden Forststraße. Sie steigt im Wald in nördlicher Richtung weiter an (fallweise Beschilderungen Richtung „Moaralm“ bzw. „Bärensulsattel“). Nach weiteren ca. 0,9 km macht die Forststraße eine Kehre nach rechts. Für den Aufstieg bleiben wir auf der Forststraße und ignorieren den hölzernen Wegweiser „Fußweg Moaralm“, der geradeaus weist. Die Forststraße wendet sich bald in einer Kehre wieder nach links und steigt zunächst weiter an. Es folgt ein kurzes Flachstück. Dort (ca. 0,9 km nach der ersten Kehre) befindet sich ein kleiner hölzerner Unterstand links an der Straße. Diesen sollten wir uns für den Rückweg merken. Danach steigt die Straße wieder an.

Ca. 2 km nach der ersten Kehre der Forststraße ist nach rechts der Weg zum Bärensulsattel beschildert. Wir bleiben aber auf der Forststraße (Wanderweg 969a in Richtung Moaralm – Moartörl – Triebenfeldkogel). Kurz danach zweigt direkt in einer Rechtskehre geradeaus ein Fußweg von der Forststraße ab. Obwohl dieser Weg im Winter oft verspurt ist, empfehle ich auf der Forststraße zu bleiben. Sie ist nur unwesentlich länger und letzte Anstieg des Fußwegs über einen steilen Hang zur Alm ist im Winter oft nicht ganz einfach. Bald darauf erreichen dann die Moaralm mit der Hütte (knapp 4 km vom Parkplatz). Zumindest bis hierher ist der Weg oft auch von Schitouren- oder Schneeschuhgehern gespurt. Die schöne Alm liegt in einem weiten Kessel zwischen Himmelkogel und Triebenfeldkogel bzw. Brandnerkogel.

Weiter steigen wir im östlichen Bereich der Alm am Wald entlang auf. Vor uns ist schon unser Ziel, das Moartörl zu sehen, dessen Südhang oft von einer mächtigen Schneewechte gekrönt ist. Wir halten Respektabstand von dem steilen Südhang und der Wechte. Dazu steigen wir über den freien Hang östlich des Moartörls auf und erreichen zuletzt fast eben unser Ziel. Vom Törl hat man einen schönen Blick auf die Gesäuseberge und die Gipfel der Niederen Tauern.

Der Abstieg erfolgt wie der Anstieg. Bei dem zuvor erwähnten hölzernen Unterstand können wir allerdings eine Abkürzung machen. Dazu zweigen wir in westlicher Richtung (halbrechts) von der Forststraße ab und ziehen unsere Spur durch den lichten Wald. Mit einem leichten Linksbogen treffen wir an der Stelle wieder auf die Forststraße, wo der hölzerne Wegweiser „Fußweg Moaralm“ steht.

Tourdaten: Länge ca. 10,1 km, Aufstieg/Abstieg je ca. 530 Höhenmeter, reine Gehzeit ohne Pausen ca. 4 Stunden.
Auf Anfrage (office@wegweiser-wandern.at) stelle ich gern einen GPX-Track der Tour zu Verfügung.

Hinweis: Dieser Tourentipp wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es gibt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Die Situation kann sich durch Naturereignisse, Änderungen der Wegführung, Witterungsbedingungen etc. verändern. Bei winterlichen Wanderungen ist insbesondere auch die Lawinensituation zu beachten. Das Begehen der Route erfordert Umsicht und alpine Erfahrung und erfolgt auf eigene Verantwortung. Eine Haftung des Autors für jegliche Unfälle und Schäden aller Art ist ausgeschlossen.