Die mittelschwere Wanderung führt entlang des markierten Sommerwegs von der Neustadtalm über die Maralm zur Bachlalm. Auf der ganzen Strecke bieten sich sehr schöne Ausblicke z.B. auf die spektakulären Südwände der Dachsteingruppe, den Rötelstein oder die Niederen Tauern. Der Weg führt meist durch lockere Lärchenbestände und über Almflächen. Er weist nur moderate Steigungen auf. Die Höhenlage (ca. 1350 bis 1550 m) garantiert eine hohe Schneesicherheit. Vor Antritt der Tour unbedingt die aktuelle Lawinensituation abklären! Bei großen Neuschneemengen oder Nassschneesituationen können Lawinen aus den Hängen des Dachsteinmassivs an einzelnen Stellen (Gräben) auch bis zum Weg vordringen!

Der Ausgangspunkt für die Wanderung liegt an der mautpflichtigen Dachsteinstraße. Sie führt von Ramsau am Dachstein zur Talstation der Dachsteinseilbahn. Ca. 4 km nach der Mautstelle gibt es gegenüber der Abzweigung zur Walcheralm entlang der Straße Parkmöglichkeiten für PKW. Auch der öffentliche Bus von Ramsau zur Türlwandhütte hält hier. Schließlich kann man auch von Ramsau (Wanderausgangspunkt Edelbrunn) zu Fuß heraufwandern.

Am nördlichen Ende des Parkplatzes befindet sich ein Wegweiser. Er zeigt auch den Weg Nr. 671 zur Bachlam an. Vor uns liegen die idyllischen Hütten der Neustadtalm und die mächtigen Südwände des Dachsteins! Wir folgen nun dem meist gespurten Weg zwischen den Almhütten hindurch. Von einem Aussichtspunkt mit einer Bank ist in der Ferne schon unser Ziel, die Bachlalm am Fuß des imposanten Rötelsteins zu sehen.

Unser Weg führt jetzt in einen Graben hinunter. Wir überqueren den Bach über eine kleine Holzbrücke. Weiter geht es Richtung Westen wieder aus dem Graben hinaus auf eine Almfläche mit lockeren Lärchenbeständen. Meist gibt es Spuren von Schitourengehern oder Schneeschuhwanderern, denen man folgen kann. Sonst richten wir uns nach den spärlichen Markierungen an den Bäumen. Der Weg führt auf gleicher Höhe bzw. nur leicht fallend am Hang entlang weiter.

Am Waldrand stoßen wir dann auf einen Baum mit mehreren Wegweisern. Wir folgen der Markierung auf einem Forstweg in Richtung Nordosten durch den Wald hinunter zur Maralm (Achtung: ev. Schispuren vom Baum mit den Schildern nach Südwesten nicht weiter folgen. Sie führen meist ins Tal zur Dachsteinruhe und nicht zur Maralm!). Die Maralm liegt wunderschön in einem Kessel am Fuß des Dachsteingebirges! Vom Wegweiser am oberen Ende der Alm geht es über die freie Fläche leicht bergab nach Westen.

Der Marbach, der im Winter kaum Wasser führt, begrenzt die Alm nordseitig. Wir überqueren den Bach am markierten Weg über eine Holzbrücke oder an einer anderen geeigneten Stelle. Nördlich des Baches wandern wir entlang der Markierung auf einem breiten Weg weiter leicht bergab. Ein größerer Graben wird auf einer Holzbrücke überquert (die Brücke wurde vor einigen Jahren einmal durch eine Nassschneelawine zerstört!).

Dann ist der tiefste Punkt erreicht. Die Forststraße steigt nun beständig an. Im Bereich der Schaidlalm mündet sie in den Weg, der von der Dachsteinruhe zur Bachlalm hinauf führt. Dieser wird auch immer wieder von einer Pistenraupe befahren und so ist das letzte Stück zur Bachlalm nicht zu verfehlen. Die Alm bzw. der Gasthof sind im Winter nicht bewirtschaftet. Direkt oberhalb der Almgebäude steht ein großes Holzkreuz. Unter einer mächtigen Lärche gleich daneben laden Bänke zu einer Rast ein. Dabei kann man die Ruhe und die herrliche Aussicht richtig genießen.

Retour geht es am gleichen Weg. Bei der Einteilung der Kräfte sollte man bedenken, dass beim Rückweg etwas mehr Anstieg zu bewältigen ist.

Tourdaten (hin und retour): Länge ca. 9,3 km, Aufstieg/Abstieg je ca. 380 Höhenmeter, reine Gehzeit ohne Pausen ca. 3 3/4 Stunden. Auf Anfrage (office@wegweiser-wandern.at) stelle ich gern einen GPX-Track der Tour zu Verfügung.

Hinweis: Dieser Tourentipp wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es gibt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Die Situation kann sich durch Naturereignisse, Änderungen der Wegführung, Witterungsbedingungen etc. verändern. Bei winterlichen Wanderungen ist insbesondere auch die Lawinensituation zu beachten. Das Begehen der Route erfordert Umsicht und alpine Erfahrung und erfolgt auf eigene Verantwortung. Eine Haftung des Autors für jegliche Unfälle und Schäden aller Art ist ausgeschlossen.