Profitis Ilias (= Prophet Elias) dürfte wohl der häufigste Name von Bergen in Griechenland sein. Kein Wunder, wurden doch auf Bergspitzen unzählige Kapellen zu Ehren des Propheten errichtet. Der fährt wie sein heidnischer Vorgänger, der Sonnengott Helios, mit einem feurigen Wagen über den Himmel.

Ein markanter Gipfel dieses Namens erhebt sich über dem Städtchen Areopolis am südlichen Peloponnes. Von unten kann man sich fast nicht vorstellen, dass man den Gipfel ohne Kletterei erreichen kann. Aber mit ein bisschen Trittsicherheit ist der Pfad zum Gipfel auch in den steilsten Passagen gut zu bewältigen.

Die Wanderung zum Profitis Ilias bei Areopolis starte man am besten in Sotiras, einem Nachbardorf von Areopolis. Durch steile und enge Gassen gelangt man zunächst zu den Containern einer kleinen Funkstation am Ortsrand. Dort beginnt der Fußweg, der zunächst in nordöstlicher Richtung am Hang entlang ansteigt. Vorbei an einer Hütte geht es dann in Serpentinen immer steiler den Hang hinauf. Manchmal braucht es etwas Konzentration, um den Weg in dem niedrigen, aber oft dichten Gestrüpp nicht zu verlieren. Kleine Steinmännchen sind dabei immer wieder eine gute Hilfe.

Dann wendet sich der Weg nach Süden zum Fuß einer steilen Felsrinne. Durch diese steigt man bis zu einem Felsband hinauf. Auf dem Band geht es um eine Felskante herum, dann wird das Gelände wieder weniger steil. Oben kann man schon die Mauern und den kleinen Glockenturm der Gipfelkapelle entdecken. Der direkte Anstieg wäre aber zu steil. Der Weg führt daher zunächst in die Richtung der großen Sendemasten. Zuletzt geht es über einen flachen Rücken in nördlicher Richtung zur kleinen Kapelle.

Hatte man schon beim Aufstieg eine schöne Aussicht auf Areopolis und das Meer im Westen, so bietet sich nun ein beeindruckendes Panorama: tief unten leuchtet das türkisfarbene Wasser in der Bucht von Limeni, im Norden imponiert das Taygetos-Gebirge mit dem höchsten Gipfel des Peloponnes (natürlich auch mit dem Namen Profitis Ilias), nach Osten sieht man die lakonische Bucht und die südlichen Ausläufer des Parnon-Gebirges. Angesichts der bescheidenen Höhe von 815 m ist der Profitis Ilias ein bemerkenswerter Aussichtspunkt!

Für den Rückweg kann man die Anstiegsroute wählen. Für weniger trittsichere Personen empfiehlt sich der einfache Abstieg auf dem betonierten Fahrweg, der in östlicher Richtung zur Verbindungsstraße Areopolis – Gythio führt. Von dort gelangt man entlang der Straße wieder zum Ausgangspunkt in Sotiras.

Tourdaten (beim Abstieg nach Osten): 8 km, Aufstieg/Abstieg je 510 Hm, reine Gehzeit ohne Pausen ca. 3 Stunden.

Hinweis: Dieser Tourentipp wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es gibt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Die Situation kann sich durch Naturereignisse, Änderungen der Wegführung, Witterungsbedingungen etc. verändern. Das Begehen der Route erfordert Umsicht und alpine Erfahrung und erfolgt auf eigene Verantwortung. Eine Haftung des Autors für jegliche Unfälle und Schäden aller Art ist ausgeschlossen.