Gerade wenn im Herbst der Nebel in den Tälern liegt und darüber die Sonne strahlt, sind Wanderungen in den Bergen besonders schön. Der Grabnerstein bei Admont bietet sich für solche Touren bestens an.

Wir starten beim Parkplatz am Buchauer Sattel. Man kann zwischen einer Forststraße und dem markierten Wanderweg wählen, der immer wieder auf die Forststraße stößt und ihr stückweise folgt.

Rasch gewinnen wir an Höhe. Auch wenn uns anfangs vielleicht noch der Nebel begleitet, blinzelt weiter oben oft schon die Sonne durch den Fichtenwald. Nach dem Queren eines Grabens und einer letzten Serpentine erreichen wir das urige und gemütliche Grabneralmhaus, das sich für eine kurze Erfrischung vor dem „Gipfelsturm“ anbietet.

Der weitere Weg zum Grabnerstein geht zunächst nur leicht ansteigend durch lichten Wald und Latschenfelder, bald aber werden Gelände und Weg steiler. Einige Serpentinen erleichtern uns den Aufstieg.

Der Weg passiert einen verfallenen Stall, wo laut einer Informationstafel (erfolglose) Versuche mit der Haltung von Rindern durchgeführt wurden. Durch Latschenfelder geht es weiter bergauf und erst ganz am Schluss taucht der Gipfel mit seinem Kreuz auf.

Nach einem kurzen Durchschnaufen genießen wir das gewaltige Panorama – vom spektakulären Tiefblick zum Seeboden über viele Gesäuseberge bis zu den Haller Mauern mit der Admonter Hütte und dem Dachstein. Aus einem Hubschrauber könnte der Rundblick kaum schöner sein.

Der Grabnerstein ist kein Modeberg und oft ist man mit den Bergdohlen allein, die sich auch mit uns unterhalten haben. Nach einer genussreichen Gipfelrast steigen wir am gleichen Weg zum Grabnersteinhaus ab.

Dort stärken wir uns noch und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen. Schließlich wandern wir auf der Forststraße wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Tourdaten: Länge 14,4 km, Aufstieg/Abstieg je ca. 985 Höhenmeter (bis zum Grabneralmhaus ca. 530 Höhenmeter), reine Gehzeit ohne Pausen ca. 4 3/4 Stunden hin und retour.

Hinweis: Dieser Tourentipp wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es gibt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Die Situation kann sich durch Naturereignisse, Änderungen der Wegführung, Witterungsbedingungen etc. verändern. Das Begehen der Route erfordert Umsicht und alpine Erfahrung und erfolgt auf eigene Verantwortung. Eine Haftung des Autors für jegliche Unfälle und Schäden aller Art ist ausgeschlossen.